ALE Unterfranken fördert die ILE Südspessart für weitere fünf Jahre

(8. April 2022) Collenberg – Die fünf Kommunen Altenbuch, Collenberg, Dorfprozelten, Faulbach und Stadtprozelten am Südrand des Spessarts haben sich für die nächsten fünf Jahre viel vorgenommen. Gemeinsam verfolgen sie ein modifiziertes Konzept zur Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE), um die Lebensqualität der Bevölkerung zu steigern. Da kommt ihnen recht, dass das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Unterfranken sie in diesem Zeitraum mit 412.600 Euro fördert. Das Geld ist als Zuschuss für die Personalkosten der Umsetzungsbegleitung und für die Öffentlichkeitsarbeit dieser ILE Südspessart zu verwenden. Stefanie Dümig aus der Abteilung Land- und Dorfentwicklung des ALE überbrachte am 7. April 2022 im Collenberger Rathaus einen symbolischen Scheck.

Die politisch Verantwortlichen beschlossen 2011 im Hinblick auf die in Zukunft anstehenden Aufgaben, über die eigenen Gemeinde- beziehungsweise Stadtgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten, und zwar freiwillig und mit System. Seit 2014 verfügen sie über ein anerkanntes Konzept (ILEK) samt einem Management. Umsetzungsbegleiterin Lena Batrla bringt die Bürgermeisterin und die Bürgermeister als Lenkungsgruppe an einen Tisch und vernetzt alle miteinander, die sich in der ILE-Region engagieren.

Fortschreibung der Erfolgsgeschichte

Als Erfolge können sich die Beteiligten unter anderem auf die Fahnen schreiben, gemeinsam einen Veranstaltungskalender zu führen, ein Mitteilungsblatt herauszugeben, für eine Ferienbetreuung der Schulkinder zu sorgen, eine Ausbildungsbörse aufgebaut zu haben, ein Standesamt zu betreiben, Heimatbotschafter zu entsenden und den Südspessart-Gutschein als lokale Geldwährung eingeführt zu haben. Fürs gesamte Gebiet haben sie eine Wanderkarte aufgelegt. Und ihr Projekt „Wald erFahren“ ist sogar preisgekrönt.

Nach sieben Jahren waren 2021 mit externer Unterstützung durch das Büro FUTOUR Bilanz zu ziehen und weitere Ziele abzustecken; das ILEK sollte fortgeschrieben werden. Die Ergebnisse der Evaluierung lagen im Dezember vor. Aus dem Abschlussbericht geht hervor, dass insgesamt große Zufriedenheit herrscht und dass die ILE ein Gewinn für die Bürgerinnen und Bürger ist. Fünf vorrangige Felder wurden für die weitere Kooperation definiert:

  • interkommunale Zusammenarbeit
  • Kultur, Soziales, Freizeit und Tourismus
  • Grundversorgung, Mobilität, Digitalisierung und Energie
  • Landnutzung, Natur und Umwelt
  • Dorf, Siedlung, Verkehr und Wirtschaft

In jedem dieser Felder gibt es sogenannte Leitprojekte. In den Verwaltungen sind gemeinsame Kompetenzzentren geplant, beispielsweise für die Themen Bauen sowie Informationstechnologie und Digitalisierung. Um Kleinprojekte von Vereinen, Initiativgruppen und Einzelpersonen zu verwirklichen, hat die ILE Südspessart für 2022 wie im Vorjahr ein Regionalbudget von 100.000 Euro beantragt und vom ALE Unterfranken genehmigt bekommen. Bis zu 10.000 Euro können pro Projekt ausgeschüttet werden. Kreative Vorschläge sind eingereicht worden.

Fördersatz von 75 Prozent

Für Personalkosten und Öffentlichkeitsarbeit der ILE hat das ALE bis einschließlich 2026 einen Zuschuss von insgesamt 412.600 Euro gewährt. Das entspricht dem maximalen Fördersatz von 75 Prozent. Zum jüngsten Treffen der Lenkungsgruppe brachte Stefanie Dümig aus Würzburg diese gute Nachricht in plakativer Form mit – als riesigen Scheck.

Die Mitglieder der Lenkungsgruppe der ILE Südspessart haben allen Grund, sich zu freuen. Anlässlich ihrer jüngsten Sitzung im Collenberger Rathaus überreichte die Vertreterin des ALE Unterfranken einen Förderscheck über 412.600 Euro. Dabei waren: (von links) Lisa Steger, Bürgermeisterin von Dorfprozelten und stellvertretende ILE-Sprecherin; Wolfgang Hörnig, Bürgermeister von Faulbach; ILE-Umsetzungsbegleiterin Lena Batrla; Stefanie Dümig vom ALE Unterfranken; Andreas Amend, Bürgermeister von Altenbuch; Rainer Kroth, Bürgermeister von Stadtprozelten. Gastgeber Andreas Freiburg, Bürgermeister von Collenberg und ILE-Sprecher, konnte nicht teilnehmen.

Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken
Bild: Elke Kipke

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