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Foto: Lucas Kesselhut
(6. Februar 2026) Würzburg – Eine Murmelbahn, an der Kinder stehen bleiben. Ein Klimawald, der Generationen begleiten soll. Ein Mundart-Hörspiel, das Heimat hörbar macht. Es sind solche Ideen, die das Regionalbudget 2025 in Unterfranken möglich gemacht hat. In den 32 unterfränkischen Zusammenschlüssen der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) setzten die regionalen Gremien 478 Kleinprojekte um, die das Leben auf dem Land spürbar bereichern.
Das Regionalbudget ist ein Förderprogramm des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus. Seit seiner Einführung im Jahr 2020 setzt es auf ein besonderes Prinzip: Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Vereinen und Bürgerschaft entscheiden gemeinsam im Vorfeld, welche Projekte über den Einzelfall hinauswirken und einen spürbaren Beitrag zur regionalen Entwicklung leisten. So stellt das Regionalbudget sicher, dass öffentliche Mittel gezielt dort eingesetzt werden, wo sie nachhaltige Impulse für die Region setzen. Aufgrund der thematischen Breite und seiner Niederschwelligkeit erfreut es sich großer Beliebtheit bei allen beteiligten Akteuren.
2025 bewegten die unterfränkischen Regionen 3,6 Millionen Euro förderfähige Gesamtausgaben. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Unterfranken stellte dafür 2,2 Millionen Euro bereit. Die Regionen selbst beteiligten sich mit 220.000 Euro Eigenmitteln. Im Schnitt setzte jede Integrierte Ländliche Entwicklung rund 15 Projekte um. Gefördert wurden Vorhaben mit bis zu 20.000 Euro brutto, davon bis zu 80 Prozent, maximal 10.000 Euro pro Projekt. Die Höhe des Budgets richtet sich nach der Zahl der beteiligten Kommunen.
Was daraus entsteht, ist so vielfältig wie Unterfranken selbst: In der Kreuzbergallianz lädt eine Murmelbahn zum Spielen ein. In der Region Mainschleife Plus bringt ein Mundart-Hörspiel fränkische Sprache zum Klingen. Die ILE Dorfschätze schafft mit einem Arboretum einen Klimawald für die Zukunft. Im Fränkischen Grabfeldgau entstand ein Naturlehrpfad, im Kahlgrund-Spessart lernen Kinder beim Projekt „Uffbasse!“, sich sicher mit dem Fahrrad im Verkehr zu bewegen. Und in der NES-Allianz bauten Kinder und Erwachsene gemeinsam Öfen und Lehmwände für einen Naturkindergarten.
„Diese Projekte zeigen, was möglich ist, wenn Engagement auf unbürokratische Förderung trifft“, sagt ALE-Amtsleiter Jürgen Eisentraut. „Entscheidend ist dabei, dass die geförderten Vorhaben über den reinen Anschaffungswert hinausgehen und einen echten Mehrwert für die Menschen in der Region schaffen. So stärkt das Regionalbudget Vereine, Ehrenamt und regionale Betriebe gleichermaßen und fördert die interkommunale Zusammenarbeit im ländlichen Raum.“
Seit dem Start des Regionalbudgets im Jahr 2020 unterstützte das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken insgesamt 3.288 Kleinprojekte mit einem Fördervolumen von 18,2 Millionen Euro.