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Foto: Ilona Baunach
(27. Juli 2026) Nordheim am Main, Landkreis Kitzingen – Mit dem Abschluss des fünften Flurneuordnungsverfahrens endet in Nordheim am Main (Lkr. Kitzingen) eines der bedeutendsten Weinbergsneuordnungsprojekte in Unterfranken. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Unterfranken hat gemeinsam mit der Gemeinde, den Teilnehmergemeinschaften, den Winzern, Planern und Fachbehörden die Voraussetzungen geschaffen, damit der Weinbau auch künftig wirtschaftlich, nachhaltig und wettbewerbsfähig bleibt. Gleichzeitig stärken die umgesetzten Vorhaben den Natur- und Starkregenschutz und werten die Kulturlandschaft sowie den Tourismus auf.
Insgesamt investierten Bund, Freistaat Bayern, Gemeinde und Grundstückseigentümer rund 22 Millionen Euro in die fünf Verfahren. Bund und Freistaat Bayern unterstützten das Projekt mit circa 15 Millionen Euro Fördermitteln. Die Grundstückseigentümer und die Gemeinde brachten rund 11 Millionen Euro Eigenmittel ein. Mit diesen Investitionen entstanden größere und besser bewirtschaftbare Weinbergsflächen, rund 38 Kilometer Wirtschaftswege sowie zahlreiche Maßnahmen zum Boden-, Wasser- und Erosionsschutz. Neue Biotope, Hecken und Wasserrückhalteflächen fördern die Artenvielfalt und schützen die Weinberge sowie den Ort bei Starkregen. Ergänzend entstanden mit dem terroir f-Punkt, dem Weinkino, dem Weinsortenlehrpfad und weiteren Freizeitangeboten attraktive Ziele für Gäste und Einheimische.
„Die Weinbergsneuordnung ist weit mehr als eine Neuordnung von Grundstücken. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort haben wir eine Kulturlandschaft gestaltet, die den Weinbau stärkt, Natur und Klima schützt und den ländlichen Raum nachhaltig weiterentwickelt. Dieses Projekt zeigt, was durch partnerschaftliche Zusammenarbeit über Generationen hinweg möglich ist“, betont ALE-Amtsleiter Jürgen Eisentraut.
Die ersten Planungen reichen bis in die Mitte der 1970er Jahre zurück. Dass sich das Gesamtprojekt über mehrere Jahrzehnte erstreckte, war bewusst so angelegt. Die fünf Verfahren wurden nacheinander und mit enger Beteiligung aller Akteure umgesetzt. Dadurch konnten neue technische Entwicklungen im Weinbau, moderne Bewirtschaftungsmethoden sowie wachsende Anforderungen an Natur-, Boden- und Klimaschutz kontinuierlich in die Planungen einfließen. So entwickelte sich die Flurneuordnung Schritt für Schritt von einer reinen Verbesserung der Bewirtschaftung zu einem umfassenden Zukunftsprojekt für Landwirtschaft, Landschaft und Tourismus.
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