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Foto: Christian Förster
(30. Juli 2026) Dingolshausen, Landkreis Schweinfurt – Nach drei Jahren intensiver Zusammenarbeit haben die engagierten Bürgerinnen und Bürger in Dingolshausen (Landkreis Schweinfurt) die Soziale Dorfentwicklung mit einem Abschlussworkshop erfolgreich beendet. Gemeinsam mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Unterfranken blickten sie auf die Ergebnisse des Modellprozesses zurück, sicherten die nächsten Schritte in einem Aktionsplan und sammelten wertvolle Erkenntnisse für künftige Projekte.
Mit der Sozialen Dorfentwicklung hat das ALE Unterfranken einen neuen Ansatz entwickelt, der die klassische Dorferneuerung um ein niederschwelliges, unbürokratisches Instrument ergänzt. Gemeinden können im Zuge der Sozialen Dorfentwicklung kleinere Projekte anstoßen, die ganz gezielt die Dorfgemeinschaft stärken. Dafür erhalten sie finanzielle Unterstützung durch ein Dorfbudget und eine fachliche Begleitung durch Mitarbeitende das ALE.
Seit Juli 2023 entwickelte sich in Dingolshausen eine Vielzahl neuer gemeinschaftlicher Angebote, die Menschen verschiedener Altersgruppen zusammenbringen: vom Dorfverein Bischwind über ein Generationencafé bis hin zur organisierten Nachbarschaftshilfe. Darüber hinaus unterstützte der Prozess kleinere Anschaffungen für örtliche Vereine und stärkte damit das Ehrenamt vor Ort.
Im Mittelpunkt des Abschlussworkshops stand jedoch nicht nur der Blick zurück. Die Teilnehmer entwickelten gemeinsam einen konkreten Aktionsplan, legten erste Umsetzungsschritte fest und übernahmen Verantwortung für die nächsten Projekte. Die gewonnenen Erfahrungen fließen direkt in die Weiterentwicklung der Sozialen Dorfentwicklung des Amtes für Ländliche Entwicklung Unterfranken ein.
„Soziale Dorfentwicklung heißt für uns: Menschen kommen ins Gespräch, lernen sich neu kennen, entdecken Gemeinsamkeiten, die vorher verborgen waren, und packen gemeinsam an“, betont Amtsleiter Jürgen Eisentraut. „Dorfgemeinschaft entsteht nicht auf dem Papier, sondern im gemeinsamen Tun. Genau das ermöglicht die Soziale Dorfentwicklung als neues Instrument.“
Mit dem erfolgreichen Abschluss endet zwar der offizielle Prozess, das Engagement vor Ort geht jedoch weiter. Noch in diesem Herbst startet das ALE Unterfranken einen Wettbewerbsaufruf. Dann sollen bis zu drei weitere Soziale Dorfentwicklungen in der Region starten. Die Teilnehmer aus Dingolshausen begrüßten den Wettbewerb ausdrücklich und signalisierten ihre Bereitschaft, sich auch künftig aktiv an einem unterfränkischen Austausch mit anderen Dörfern zu beteiligen. Langfristig soll der Ansatz als fester Bestandteil der Ländlichen Entwicklung in Bayern etabliert werden – damit Dörfer nicht nur schöner, sondern auch gemeinschaftlich stärker werden.