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Foto: ALE Unterfranken
(26. März 2026) Euerbach, Landkreis Schweinfurt – Wie lassen sich jahrzehntelange Erfahrungen sichern, bevor sie verloren gehen? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Fortbildung für 19 junge Projektleiterinnen und -leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) Unterfranken. Ziel war es, Wissen erfahrener Kollegen weiterzugeben, die in den kommenden Jahren altersbedingt aus dem Dienst ausscheiden. Auch zwei Teilnehmer aus Oberfranken nahmen teil – mit dem Ziel, das erfolgreiche Format künftig selbst anzubieten.
Die Gruppe startete in Euerbach (Lkr. Schweinfurt), wo Bürgermeisterin Simone Seufert die Teilnehmer im Alten Rathaus begrüßte. In der dort neu entstandenen Bücherei, die bei der dortigen Dorferneuerung umgesetzt wurde, gab sie einen Einblick in die kommunale Entwicklung. Anschließend besichtigten die Projektleiter in den Flurneuordnungsverfahren Euerbach und Geldersheim verschiedene Wegebaulösungen im Feld und im Wald.
Von der Praxis für die Praxis
Vor Ort verglichen die Teilnehmer unterschiedliche Bauweisen wie Pflasterwege, Betonspurbahnwege, Schotterwege und Asphaltwege mit ihren Vor- und Nachteilen. Sie diskutierten, welche Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft benötigt werden, aber auch was sich eignet, um Flächen möglichst wenig zu versiegeln – etwa in sensiblen Naturräumen wie Fauna-Flora-Habitat-Gebieten. Auch Fragen zum Wasserrückhalt standen im Fokus: Wann ist ein Graben notwendig, wann sogar beidseitig, und wann lässt er sich vermeiden? Ergänzend betrachteten die Teilnehmer Anforderungen beim Bau von Brücken im ländlichen Raum.
Fachlich begleiteten erfahrene Kollegen die Fortbildung: Peter Pfarr und Knut Wolfram sowie Abteilungsleiter Johannes Krüger brachten ihr Wissen praxisnah ein.
In Zukunft soll das Format weitergeführt und auch in anderen Regierungsbezirken etabliert werden. So bleibt wertvolle Erfahrung erhalten – und fließt direkt in die Projekte von morgen ein.