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Waldneuordnung
Das Großprojekt Waldneuordnung startet in Remlingen

Akteure der Waldneuordnung sind vor dem Waldstück zu sehen.Zoombild vorhanden

Foto: Lucas Kesselhut

(2. Februar 2026) Remlingen, Lkr. Würzburg – Mit der Waldneuordnung Remlingen 4 startet nun ein besonders großes Waldstrukturprojekt in Unterfranken. Nach rund zwei Jahren intensiver Vorbereitung mit einem breiten Beteiligungsprozess ordnet das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Unterfranken das Verfahren im Landkreis Würzburg jetzt an. Ziel ist es, die Waldbewirtschaftung langfristig zu stärken, die Erschließung zu verbessern und den Wald zukunftsfähig sowie ökologisch nachhaltig aufzustellen.

Wald dient nicht nur als Rohstoffquelle, sondern erfüllt zahlreiche ökologische und gesellschaftliche Funktionen. Die Waldneuordnung setzt genau hier an: Sie beseitigt historische Zersplitterungen von Grundstücken und schafft zusammenhängende, wirtschaftlich nutzbare Waldflächen. Auf dieser Grundlage können nachhaltige Bewirtschaftungsformen gestärkt, Holzproduktion gesichert und Waldpflege effizienter gestaltet werden. Damit werden nicht nur ökologische Leistungen erhalten, sondern auch die Wirtschaftskraft des Waldes verbessert – ein Gewinn für heutige und zukünftige Generationen.

Das Projektgebiet umfasst rund 590 Hektar, also die Fläche von etwa 820 Fußballfeldern. Davon entfallen etwa 570 Hektar auf Waldflächen und rund 20 Hektar auf Wege. Der Schwerpunkt liegt mit etwa 580 Hektar in der Gemarkung Remlingen, kleinere Flächen gehören zu Birkenfeld, Tiefenthal und Holzkirchen. Rund 2.700 Flurstücke mit etwa 650 Besitzständen sind in das Verfahren eingebunden. Die Gesamtausgaben liegen bei etwa 2,7 Millionen Euro, wovon das ALE Unterfranken das Projekt mit rund 76 Prozent fördert.

Dialog mit Akteuren der WaldneuordnungZoombild vorhanden

Foto: Lucas Kesselhut

Intensiver Dialog und hohe Akzeptanz
Grundlage für die Waldneuordnung ist ein intensiver Dialog mit den Beteiligten vor Ort. Von Juni 2022 bis Februar 2024 kamen Vertreterinnen und Vertreter der Waldbesitzer, der Kommunen und der Fachbehörden zu insgesamt elf Arbeitskreissitzungen zusammen. Sie diskutierten Ziele, Bedarfe und Lösungsansätze und legten damit den Grundstein für das Verfahren.

„Mit der Waldneuordnung schaffen wir die notwendigen Voraussetzungen, um den Wald ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich nachhaltig zu bewirtschaften. Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels gewinnen eine gute Erschließung und klare Eigentumsstrukturen weiter an Bedeutung“, betont Jürgen Eisentraut, Amtsleiter des ALE Unterfranken.

Auch die Gemeinde Remlingen begrüßt das Vorhaben: Remlingens Bürgermeister Günter Schumacher unterstreicht: „Die Waldneuordnung ist ein Gewinn für unsere Bürgerinnen und Bürger. Sie stärkt den Wald als Wirtschafts- und Erholungsraum und verbessert gleichzeitig die Infrastruktur in der Region. Um dieses Ziel zu erreichen hat sich auch der Markt Remlingen als größter Waldbesitzer dazu bekannt, dieses Verfahren mit zu tragen.“

Als nächster Meilenstein im Projekt steht nun die Wahl des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft an. Informationen dazu werden in Kürze veröffentlicht. Anschließend beginnt die Aufstellung des Wege- und Gewässerplans.