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Waldneuordnung
Karbach verbindet effiziente Nutzung und Naturschutz im Wald

Die Akteure der Waldneuordnung im Gruppenbild.Zoombild vorhanden

Foto: Lucas Kesselhut

(13. Mai 2026) Karbach, Landkreis Main-Spessart – Mit dem Start des Bauprogramms nimmt die Waldneuordnung Karbach 4 sichtbar Gestalt an. Seit dem 23. April 2026 baut die Teilnehmergemeinschaft gemeinsam mit dem Markt Karbach die Infrastruktur für einen leistungsfähigen, klimaresilienten Wald aus. Knapp 600.000 Euro fließen in Wege, Wasserrückhalt und Naturschutz.

Auf einer Fläche von rund 814 Hektar verbessert die Waldneuordnung die Bewirtschaftung von Wald- und Landwirtschaftsflächen nachhaltig. Das Verfahren hatte das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Unterfranken im August 2021 angeordnet. Nun rollen die Bagger: Bis Ende 2026 entstehen rund vier Kilometer schwerlastfähige Schotterwege, 3,3 Kilometer leichte Schotterwege und 3,5 Kilometer unbefestigte Erdwege. Ergänzt wird dies durch zahlreiche dezentrale Erdbecken, die Wasser in der Fläche zurückhalten und den Wald in Trockenperioden klimatisch stabilisieren.

Gerade im Wald ist eine leistungsfähige Erschließung unverzichtbar. Sie erleichtert die Holzernte, senkt Transportkosten und hilft Waldbesitzern, ihre Flächen auch unter schwierigen klimatischen Bedingungen zu bewirtschaften. Drei zentrale Hauptwege sichern künftig die An- und Abfahrt für Land- und Forstwirtschaft.

Die Akteure im Gespräch.Zoombild vorhanden

Foto: Lucas Kesselhut

Waldneuordnung ist langfristig angelegt
„Mit der Waldneuordnung stärken wir die Zukunftsfähigkeit unserer Kulturlandschaft. Gute Wege, effektive Wasserrückhaltbecken und eine geordnete Besitzstruktur helfen den Eigentümern und kommen der gesamten Region zugute“, sagt Amtsleiter Jürgen Eisentraut.

Projektleiter Joachim Mair fügt hinzu: „Von der Anordnung bis zur Genehmigung vergingen nur gut vier Jahre. Das ist ein außergewöhnlich zügiger Verlauf. Möglich wurde das durch die hervorragende Zusammenarbeit der Teilnehmergemeinschaft mit dem Markt Karbach, dem Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung sowie der Unteren Naturschutzbehörde.“

Das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken genehmigte den Wege- und Gewässerplan im November 2025. Rund 80 Prozent der Kosten trägt der Freistaat Bayern. Die Bauarbeiten führt die Firma MK Grümbel aus Gössenheim aus.
Schon vor dem Baustart setzte die Teilnehmergemeinschaft wichtige Naturschutzmaßnahmen um. Sie schuf beispielsweise Ersatzlebensräume für Zauneidechse und Schlingnatter.

Die Waldneuordnung ist langfristig angelegt. Ein zweites Bauprogramm mit einem Volumen von rund 1,3 Millionen Euro folgt in den Jahren 2027 und 2028. Vermessung und Abmarkung schließen sich an. Die Neuverteilung der Grundstücke ist für etwa 2035 vorgesehen.