Welttag der Ländlichen Entwicklung
Unterfranken treibt Ländliche Entwicklung voran
(6. Juli 2026) Würzburg – Zum Welttag der ländlichen Entwicklung am Montag, 6. Juli 2026, rückt das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Unterfranken die Menschen in den Mittelpunkt, die ihre Heimat aktiv gestalten. Mit gezielten Förderungen stärkt der Freistaat Bayern lebendige Dörfer, eine leistungsfähige Infrastruktur und eine attraktive Kulturlandschaft.
„Ländliche Entwicklung lebt vom Engagement der Menschen vor Ort. Wir unterstützen Gemeinden, Bürgerinnen und Bürger sowie Grundeigentümer dabei, gute Ideen umzusetzen und ihre Heimat zukunftsfähig weiterzuentwickeln. So entstehen lebenswerte Orte, die Tradition und Innovation verbinden“, sagt ALE-Amtsleiter Jürgen Eisentraut.
Das ALE Unterfranken begleitet derzeit rund 430 Projekte in der gesamten Region. Dazu zählen unter anderem Flurneuordnungen, Dorferneuerungen, Integrierte Ländliche Entwicklungen, Starkregenschutz und Waldneuordnungen. Gemeinsam mit Kommunen, Grundstückseigentümern und engagierten Bürgern entstehen so moderne Ortskerne, leistungsfähige Wege, attraktive Treffpunkte und wertvolle Lebensräume.
Schwerpunkte sind Wald und Wasser
Ein besonderer Schwerpunkt liegt in Unterfranken auf der Waldneuordnung. Die kleinteilige Eigentumsstruktur, die über Generationen durch die Realteilung entstanden ist, erschwert vielerorts eine wirtschaftliche und nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder. Das Amt ordnet in enger und konstruktiver Zusammenarbeit mit den jeweiligen Gemeinden und Fachbehörden Grundstücke neu, verbessert die Erschließung und schafft damit die Grundlage für stabile und klimaangepasste Wälder. Unterfranken nimmt hierbei bayernweit eine Vorreiterrolle ein und bringt regelmäßig neue Verfahren auf den Weg. Kürzlich starteten die Waldneuordnungen in Remlingen (Landkreis Würzburg, 600 Hektar) und Lebenhan (Landkreis Rhön-Grabfeld, 320 Hektar).
Immer wichtiger wird außerdem der dezentrale Wasserrückhalt. Mit gezielten und vergleichsweise schnellen Maßnahmen lässt sich Regenwasser dort zurückhalten, wo es fällt. Das mindert die Folgen von Starkregen und hilft gleichzeitig, Wasser in Trockenzeiten in der Landschaft zu speichern. In den vergangenen elf Jahren hat das ALE Unterfranken Regenrückhaltebecken mit einem Gesamtvolumen von mehr als 13.400 Kubikmetern initiiert und gefördert. Die beiden neuen Schwammregionen Main-Werntal (Landkreis Main-Spessart) und Streu-Saale (Landkreis Rhön-Grabfeld) arbeiten aktuell mit den beteiligten Kommunen an praxistauglichen Lösungen.
Der Welttag der ländlichen Entwicklung macht deutlich: Eine starke Heimat entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen und gemeinsam handeln. Das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken schafft dafür die passenden Rahmenbedingungen – mit fachlicher Begleitung, finanzieller Unterstützung und dem klaren Ziel, den ländlichen Raum auch für kommende Generationen lebenswert zu erhalten.
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